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15. / 16. September 2012


Dr. med. Klaus Roman Hör

 

Chronic Fatigue Syndrome & Burnout

 

In unserer westlichen Leistungsgesellschaft stoßen immer mehr Menschen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Neben den klassischen Stressberufen im Management und Unternehmertum sind zunehmend besonders Engagierte aus sozialen, pädagogischen und therapeutischen Berufen betroffen.

 

Persönlichkeitsaspekte wie die Kompensation eines mangelnden Selbstwertgefühls, hoher Ehrgeiz sowie Suchtstrukturen können die permanente Selbstüberforderung und Verausgabung fördern. Das natürliche Signal der Müdigkeit - Pause machen - wird missachtet, so dass die Energiereserven immer mehr zur Neige gehen.

Ständige Müdigkeit, Schlafstörungen, Unkonzentriertheit, Gedächtnisstörungen, depressive Episoden bis hin zu schweren Erschöpfungszuständen sind das Resultat einer kontinuierlichen Überforderung.

Können organische Ursachen ausgeschlossen werden, bezeichnet die Allopathie diesen Zustand pauschal als Chronic Fatigue Syndrome (CFS). Krebspatienten leiden nach einer Chemotherapie überdurchschnittlich häufig an CFS.

 

Da die Symptomatik häufig nicht sehr ergiebig ist, scheint es unerlässlich, anhand einer tiefgehenden Befragung die Persönlichkeitsmerkmale zu erkennen, da diese entscheidend zur Entstehung des CFS beitragen. So kann die Ätiologie verständlich werden und unter Berücksichtigung aller körperlichen, psychischen und mentalen Zeichen die Klassische Homöopathie eine große Chance bieten!


Aus seiner umfangreichen Erfahrung in der Behandlung des chronischen Müdigkeitssyndroms stellt Dr. Hör unter anderem zwei nicht sehr bekannte Arzneimittelfamilien vor:

 

Die Rutaceen haben als verbindendes Thema die Selbstüberforderung, häufig auf narzisstischer Grundlage, sowie ein übertriebenes Pflicht- und Verantwortungsgefühl und eine daraus resultierende  tiefgreifende Unfähigkeit, loslassen und entspannen zu können, sichtbar im Symptom der "restless legs".


Bei den Leguminosen kristallisiert sich hingegen eine Verwirrung bezüglich der eigenen Identität bis hin zum Verlust der Integrität heraus, so dass es zu mentalen Störungen und psychogen bedingten Lähmungen kommen kann. Laut Dr. Hör sollte diese Pflanzenfamilie bei "modernen" Krankheiten wie ADHS, Burnout oder Bulimie stärker berücksichtigt werden.


Unterlegt mit zahlreichen spannenden Fällen und präzisen Differentialdiagnosen sowohl kleinerer als auch bekannterer Mittel, zeigt Dr. Hör auf, dass wir nicht nur an Rhus-tox, China oder Sepia denken sollten, wenn chronische Erschöpfungszustände auftreten.

 

Mit dem Schatz seiner langen intensiven Praxiserfahrung geht der Referent diesen Arzneien differenziert und pointiert nach und gibt einen umfassenden Überblick über die Materia Medica. Er bringt die essentiellen Themen der Arzneifamilien und ihrer Vertreter auf den Punkt und schärft darüber hinaus den Blick für die wichtigen Merkmale des Patienten.

 

 

 

 

 

 

 
© 2010 Münster-Seminar | Ulrike Paula Fauth